NaturPlus Fischingen – ein aktiver Naturschutzverein im Hinterthurgau

Feldornithologie-Kurs - Die Vögel der Schweiz vertieft kennenlernen

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«Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann - tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde.»


Margaret Mead (1901-1978), US-amerikanische Ethnologin


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Oasen der Strassen

Es gibt sie: Lebendige Plätzchen inmitten der gepflasterten Strassen, wo Insekten  Lebensraum finden. Strasseninseln bieten - wenn sie mit einheimischen Wildblumen bepflanzt werden - wertvolle Möglichkeiten, bedrohte Arten zu erhalten.


Am Samstag trafen sich fünf fleissige Helfer und ein Kind mit dem Präsident von NaturPlus Fischingen, Niklaus Schnell, für die Pflege der Strasseninseln in Dussnang Tannegg, welche vor etwa 15  Jahren von der Gartenbaufirma Moser in Oberwangen angelegt wurden. Diese Einsätze finden zweimal jährlich statt und benötigen insgesamt etwa zwanzig Stunden Arbeit. Das Material dafür stellt jeweils Othmar Brühwiler vom Werkhof Dussnang zur Verfügung.
Die regelmässige Pflege sei sehr wichtig, so zwei geübte Helfer, weil die Inseln sonst mit Gras überwuchern würden. Dies sei zwar auch Natur, aber halt nicht so wertvoll für die Insekten. 
Also jäten die Vereinsmitglieder unermüdlich Gras, das zwischen den Wildpflanzen gewachsen ist und entnehmen Samen von Johanniskraut, Wegwarte, Färberkamille, Gewöhnlichem Natternkopf, Heilziest, Wegmalve, Skabiosen Flockenblumen und anderen, um sie zu vermehren. 
Ziel ist die Erhaltung von seltenen einheimischen Wildpflanzen. Infolgedessen werden auch bedrohte (Wild-) Bienen, Schmetterlinge, Käfer u.s.w., welche in Abhängigkeit zu diesen stehen, geschützt und gefördert. Beispielsweise ernährt sich die Natternkopf-Wildbiene ausschliesslich vom Gewöhnlichen Natternkopf. Dieser ist sehr selten. Verschwindet er, kann die betroffene Biene nicht mehr existieren, da die max. Flugdistanz von Wildbienen 300 m beträgt. Somit würden auch Wildbienen- und Insektenhotels hinfällig. Wenn keine Nahrung vorhanden ist, braucht es auch keine Unterkunft mehr.
Niklaus Schnell erzählt, dass mehr als die Hälfte der weit über 600 Wildbienen- Arten Mitteleuropas ihre Brutröhren in sandigem, nährstoffarmem Boden bauen; in diesem gedeihen auch viele wertvolle Wildstauden. Deshalb ist die Anlage solcher „Blumenweiden“ eine sehr wichtige Grundlage für die Biodiversität. Strasseninseln sind ein Ersatz für den Lebensraum, der in den letzten Jahrzehnten verloren gegangen ist. Weil sie flächig begrenzt sind, meint ein Helfer, sei der Aufwand auch kleiner, als wenn ein ganzes Feld bearbeitet werden müsste. Und ein einziger Quadratmeter reiche schon aus für eine sinnvolle Bepflanzung, weiss der Präsident. 
Nach getaner Arbeit werden die Helfer mit Bio-Kuchen, -Kaffee und -Süssmost von Möhl verköstigt und lassen im geselligen Beisammensein den „Arbeitstag“ ausklingen. 

Freuen würde sich der Verein über einen Sponsor für ein metallenes Steckschild, damit auch ersichtlich wird, dass „NaturPlus Fischingen“ sich für diese Strasseninsel verantwortlich zeigt.
Interessierte wenden sich gerne an Niklaus Schnell: 071 977 10 39 niklaus.schnell@bluewin.ch                            

Simone Monney

 

Das oberste Ziel des Vereins ist die Erhaltung der Artenvielfalt in der Gemeinde Fischingen und direkt angrenzenden Gebieten. Der Verein will die natürlichen Lebensgrundlagen von Pflanzen, Tieren und Menschen schützen, pflegen und verbessern.
Die Erhaltung, Pflege und Neuschaffung von naturnahen Gebieten sind dem Verein wichtig. Dazu gehört die Pflege von stufig geschwungenen Waldrändern, das Mähen von Magerwiesen im Herbst, von Hand und in extrem steilen Hanglagen. Gras, Äste und Stauden werden zu Kleinstrukturen aufgeschichtet, Weiher werden ausgebuddelt und regelmässig werden Waldkauz-Nistkästen kontrolliert, gereinigt und repariert. Auch werden in landwirtschaftlichen Scheunen Schleiereulen-Brutkästen montiert, Reptilienburgen gebaut, blütenreiche Strasseninseln in Stand gehalten und ein Biotop mit stark gefährdeten Unken gepflegt. Regelmässig führt der Verein auch Exkursionen durch und lädt die Bevölkerung zu interessanten Vorträgen und Kursen ein.

Seit man im Jahr 2002 mit 30 Gründungsmitgliedern gestartet ist, gehört NaturPlus heute mit über 300 Mitgliedern und 25 Gönnern in der Gemeinde Fischingen bereits zu einem der grösseren Vereine. In den vergangenen Jahren wurden jährlich durchschnittlich 500 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet.


«Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werden die Menschen begreifen, dass man Geld nicht essen kann.»
Prophezeiung des kanadischen Stammes der Cree

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